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Universitätskrankenhaus Lausanne (CHUV)

Universitätskrankenhaus Lausanne (CHUV) verbessert mit MetaVision die Qualität der Nährstoffversorgung auf Intensivstationen und die Qualität der Neonatologie

Mithilfe von MetaVision kann das CHUV Fehlernährung reduzieren, den Gewichtsverlust von Patienten auf Intensivstationen minimieren und mögliche gefährliche Zustände von Neugeborenen erkennen

Krankenhausprofil
Das Universitätskrankenhaus von Lausanne (CHUV) ist eine der führenden Kliniken der Schweiz und betreut 43.500 Patienten pro Jahr. Das CHUV spielt durch seine Zusammenarbeit mit der Fakultät für Biologie und Medizin in der Universität Lausanne eine führende Rolle in der medizinischen Versorgung, der medizinischen Forschung sowie in der Lehre. Auf den Intensivstationen für Herz-Kreislauf, Verbrennungen, Chirurgie, Neonatologie und Pädiatrie der Klinik ist MetaVision installiert.

Anforderungen an das System
Das CHUV suchte nach einem klinischen Informationssystem, um die Genauigkeit seiner Patientendaten zu verbessern und die Belastung des Pflegepersonals durch Dokumentationsarbeiten zu reduzieren. Das Management der Klinik benötigte ein System zur Erleichterung von Qualitätskontroll initiativen, welches auch Benachrichtigungen über möglicherweise gefährliche Ereignisse bietet. Das CHUV als universitäres Lehrkrankenhaus benötigte die Fähigkeit, Informationen zu Forschungszwecken und zur Berichterstellung leicht aus der Patientendatenbank zu extrahieren. 

Die Lösung
MetaVision wurde 1999 erstmals in der chirurgischen Intensivstation der Klinik implementiert. Im Verlauf der nächsten drei Jahre wurde die Installation auf die gesamte Intensivstation (32 Betten) und später auf die Intermediate Care der Herzchirurgie erweitert. MetaVision wurde 2006 in der Klinik für Neonatologie implementiert. Diese Station wurde mit 37 installierten Einheiten zum größten Nutzer der Klinik. Die Klinik für Neonatologie dient als tertiäres Perinatalzentrum für ein Perinatalnetzwerk mit etwa 14.000 Lebendgeburten pro Jahr und bedient so die meisten französischsprachigen Gebiete der Schweiz. Der größte Vorteil des Einsatzes von MetaVision in der Klinik für Neonatologie liegt nach Ansicht von Dr. Matthias Roth-Kleiner, PD & MER, Arzt auf der Neonatologie, darin, dass die Patienten von der kontinuierlichen Datenaufzeichnung während der Gesamtdauer ihres Klinikaufenthalts profitieren. Direkt nach dem ersten Atemzug im Kreißsaal werden die Daten des Patienten einschließlich Vitalparameter, Inkubator- und Ventilatoreinstellungen und Laborwerten von MetaVision registriert und angezeigt. Durch diesen umfassenden Aufzeichnungsprozess können Kliniker.die Patienten engmaschig überwachen und den vollständigen Datensatz jedes Klinikaufenthalts des Patienten von der Geburt bis zur Entlassung nach Hause oder in Level I- oder Level II Kliniken verfolgen. Als besondere Vorteile von MetaVision nannten die Mitarbeiter des CHUVs die Benutzerfreundlichkeit und Konfigurierbarkeit. Das Krankenhaus konnte Funktionen implementieren, die für den speziellen Arbeitsablauf ihrer verschiedenen Abteilungen maßgeschneidert waren, und gleichzeitig eine einzige standar disierte Patientendatenbank über alle klinischen Abteilungen pflegen. Durch MetaVisions Interoperabilität mit anderen Systemen gelangen dem CHUV Einsparungen der Integrationskosten. 

Ergebnisse
Ärzte des CHUVs gaben an, dass MetaVision die Sicherheit des Patienten und die Behandlungsgenauigkeit erhöht und einen deutlichen Einfluss auf ihre tägliche Arbeitsbelastung hat. MetaVision trägt Daten aus vielen verschiedenen Quellen zusammen und stellt eine vereinheitlichte Patientenakte zur Verfügung. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kliniker entscheidende Daten übersieht, wird dadurch sehr gering. MetaVision versendet Warnungen zu möglicherweise lebensbedrohlichen Situationen und bietet Unterstützung durch Verordnungen, die gemäß einem vorgegebenen Algorithmus spezifische Alternativen. vorschlägt. MetaVision hat im CHUV die Zeit für Berechnungen und Dokumentationsaufwand um 30 Minuten pro Schicht verkürzt. Dadurch steht Klinikern mehr Zeit für die Versorgung der Patienten zur Verfügung. Darüber hinaus unterstützt MetaVision auch Qualitätskontrollinitiativen, wodurch das Einhalten bewährter Vorgaben forciert wird.


Bessere Ernährung für Intensivpatienten
Wie gezeigt wurde, konnte der Einsatz von MetaVision durch einfache Visualisierung der Intervention auf dem Ernährungsbereich und durch Standardisierung von Verordnungen die Nährstoffversorgung verbessern. Diese Fortschritte führten zu besserer Nachsorge, einer genauer am Energiezielwert ausgerichteten Nährstoffgabe (mittlerer Anstieg der Energieabgabe um 415 Kalorien pro Tag bei allen Patienten) und zu geringerem Gewichtsverlust bei Verbrennungspatienten (5 kg geringerer Gewichtsverlust pro Patient). Die Studie zeigte, dass durch den Einsatz von MetaVision der Anteil der Patienten, die in 4 Tagen in der Intensivstation1 eine adäquate Ernährung erhielten, beinahe verdoppelt werden konnte. 

Sicherere genauere Tests für Neugeborene
Die Kliniker des CHUVs lobten MetaVision als reichhaltige Quelle verlässlicher Daten und die einzigartigen Abfragemöglichkeiten als extrem effektiv zu Forschungszwecken. Das CHUV konnte auf Grundlage der von MetaVision erfassten Daten, was zu einer verbesserten Pflegequalität führte, nun mehr als zwölf Artikel in internationalen Fachzeitschriften veröffentlichen. Die vom CHUV durchgeführte Forschung zu Neugeborenen war nur möglich durch das Abfragen von Fällen mit MetaVision. Auch hierdurch wurden Verbesserungen in der Patientenversorgung realisiert. Bei Babys ist ein niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) gefährlich, und die Auswirkungen auf ihre langfristige Entwicklung können verheerend sein. Da die Symptome jedoch oft fehlen, ist dieser Zustand schwierig zu erkennen. Kliniker sehen sich mit der Herausforderung konfrontiert, auf Hypoglykämie zu testen, ohne den Neugeborenen zu viel Blut abnehmen zu müssen. Das CHUV konnte mithilfe seiner Datenbank von 30.000 Glykämie-Einträgen in Metavision die Genauigkeit neuer Bluttestgeräte am Patientenbett bestimmen, ohne möglicherweise entwicklungsgefährdende Bluttests an Neugeborenen durchführen zu müssen.2 Als Ergebnis dieser Studie wurde ein ineffizientes bettseitiges Bluttestgerät als ungenau erkannt und wurde zum Hypoglykämie-Screening bei Neugeborenen vom Markt genommen.

1.Berger MM, Bouvry S, et al. Impact of a computerized information system on quality of nutritional support in the ICU. Nutrition 22 (2006): 221–229
2.Roth-Kleiner M, Stadelmann DC, et al. Evaluation of different POCT devices for glucose measurement in a clinical neonatal setting. European Journal of Pediatrics 169: 11 (2010)

CHUV - Screen Shot

Diagramm zur Progression der täglichen Energiebilanz, wobei
Rate und Art der Zufuhr im Gantt dargestellt werden

MetaVision hat die Nährstoffinformationen für Pflegekräfte und Kliniker sichtbar gemacht, wodurch eine Vorschau auf die Nährstoffabgabe ermöglicht und das Entstehen eines Energiedefizits verhindert wird. Durch diese ganzheitliche Ansicht des Patienten werden Behandlungsintegration, Sicherheit des Patienten und Genauigkeit der Behandlung gleichermaßen verbessert.

Prof. Mette M. Berger Intensivmedizinische Versorgung von Erwachsenen im CHU

 

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